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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Canada/USA/Übersee
Canadafan Offline



Beiträge: 35

02.02.2006 20:52
Canada - Alaska - Reise Teil 1 antworten

24.07.
Am 24.07. starten wir mit insgesamt 7 Personen zu unserer diesjährigen Reise nach Kanad und Alaska. Für mich ist es die 13., für Claudia (meine Frau) die 11., für Karola & Bernd sowie für Monika & Manfred die 3. (allerdings das 1. mal Yukon und Alaska), für Anita die 1. Reise auf diesen Kontinent.
Endlich hebt die Maschine der Air Canada in Frankfurt ab. Wir haben bis auf Anita alle Fensterplatz und sehen bei klarer Sicht und ruhigem Flug, wie die Maschine über Grönland fliegt. Nach ein paar Whiskey und Dosenbier (natürlich Canadian) fliegen wir über die Hudson Bay und Edmonton und nähern uns nach 91/2 Std Calgary. Im weiten Bogen zieht der Pilot die Maschine über den Bow River und die Skyline von Calgary zur Lande-bahn im Norden der Stadt. Sehr rasch ist die Zollabwicklug durch und wir werden von den White Hatters (ehrenamtliche Bedienstete auf dem Flughafen) mit "Welcome in Calgary - May I help you" begrüßt. Da ich nun schon oft hier, kann ich das freundliche Hilfeangebot ablehnen und wir gehen mit unserem Gepäck zum Bussteig. Hier werden wir vom Shuttlebus des Travelodge Hotels kostenlos zum Hotel gebracht.
Nach dem Einchecken und dem Ablegen des Gepäcks nehme ich Verbindung zum Wohnmobilver-leiher Fraserway auf. Hier erlebe ich eine freudige Überraschung: eine Bedienstete wird heute Abend noch kommen, um die schriftlichen Formalitäten zur Übergabe der Wohnmobile abwickeln. So sparen wir morgen viel Zeit.
Nach der Abwicklung der Formalitäten essen wir im Restaurant die ersten kanadischen Steaks und liegen schon bald im Bett.
25.07.
Schon früh werden wir vom Wohnmobilverleiher am Hotel zur Übergabe abgeholt. Bei Fraserway stehen unsere 3 Motorhomes (je 22 feet) und der Pick-Up-Camper für Anita bereit. Die Übergabe (in deutscher Sprache) geht schnell über die Bühne und schon bald gehen wir mit dem Song "North To Alaska" im jeweiligen CD-Player auf den Hwy. 2 nach Norden. Unterwegs kaufen wir in Airdrie im Supermarkt und Liquor Store ein, sodaß wir für die nächsten 4 - 5 Tage "versorgt" sind.
Fast schnurgerade geht es Richtung Edmonton. Vorbei an wallenden Getreidefeldern fast nur schnurgerade aus. Bei Red Deer häufen sich die Ölpumpen rechts und links der Straße in ihrer rhythmischen Auf- und Abbewegung.
Der Verkehr wir dichter und wir nähern uns der Hauptstadt der Provinz Alberta. Aber auch der vorher fast wolkenlose Himmel wird dichter. Schwarze Gewitterwolken ziehen auf und kurz danach werden wir mit Blitz und Donner in Edmonton begrüßt. Doch so schnell wie es kam, ist es auch wieder vorbei. Wir finden schon bald das Haus von Janette und Ron, einem kanadischen Paar, die ich vor 2 Jahren kennengelernt habe. Sie haben mir angeboten, daß ich mit meinen Freunden mit den Wohnmobilen auf ihrem Grund-stück (und dem der Nachbarin) übernachten kann, da die Stellplätze auf Campgrounds in und um Edmonton wegen einer Großveranstaltung schon lange ausgebucht waren.
Groß ist die Wiedersehensfreude. Bald schon sitzen wir bei den beiden Kanadiern im Wohnzimmer. Es gibt bei Bier,Whiskey und Elchwurst (!) viel zu erzählen. Da beide kein Wort deutsch sprechen, hilft der Alkohol die Barrieren zu durchbrechen und es wird ein lustiger Abend. Doch auch irgendwann ist auch das zu Ende und wir suchen gegen 01:00 h unsere Wohnmobile auf. Nicht ohne das Versprechen von Ron, daß er uns noch für unsere weitere Reise Elchwurst (er hat gemerkt, daß die uns gut schmeckte) zu besorgen. Wie will er das mitten in der Nacht bewerkstelligen?
26.07.
Wir frühstücken gemeinsam mit Ron und Janette. Auf dem Frühstückstisch liegen verpackt drei Würste für uns. Auf meine Frage, wo er die so früh besorgt habe, antwortet er, daß er in der Nacht noch einen Freund angerufen hätte und der habe sie morgens um 04:00 Uhr gebracht. Canada live!!!
Wir verabschieden uns und fahren zur West Edmonton Mall, der größten Einkaufshalle der Welt. 1985 wurde dieser 1,1 Milliarden Can$ teure Konsumtempel eröffnet. 80 Restaurants, über 800 Geschäfte, 26 Kinos, ein Eisstadion, ein Amusementpark mit einer 14 stockwerk hohen Achterbahn, eine Schwimmhalle mit 22 Riesenrutschen, der originalgetreue Nachbau der Santa Maria (C. Kolumbus), einem Minigolfplatz und, und,und... alles unter einem Dach.
Über den Hwy. 16 verlassen wir Edmonton zunächst in Richtung Westen. Hinter Convel biegen wir auf den Hwy. 43 Richtung Whitecourt ab. Die Fahrt ist recht eintönig - der Hwy. sechspurig. Nach Whitecourt wird es einsamer und der Hwy. ist auf vielen Meilen eine Baustelle. Auch hier wird für die 6-spurige Weiterführung gebaut.
Bei Fox Creek durchfahren wir eine Gewitterfront. Doch kurz danach lacht wieder die Sonne vom Himmel.
Wir kommen nach Valleyview, wo wir kurz vor dem Ort auf Sherk's RV Park nach 359 km Tagesetappe eintreffen. Die Besitzerin ist eine sehr hilfsbereiten nette ältere Dame.
Wir entschließen uns zu grillen und schon bald liegen die Steaks und Mushrooms (Champignons) auf dem Grill. Wir sitzen noch bis Mitternacht am Campfire. Es ist warm und fast taghell.
27.07.
Bei dichtem Nebel starten wir um 08:30 Uhr. Gegen 10:30 sind wir in Grande Praerie, wo wir wieder einen Liquor Store aufsuchen (unser Biervorräte gehen zur Neige). 130 km haben wir noch bis zu unserem heutigen Etappenziel. Dabei fahren wir durch das nörd-lichste Getreideanbaugebiet von Alberta. Speziell Weizen, Gerste und Hafer werden hier angebaut und gezüchtet.10 km hinter Demmit verlassen wir die Provinz Alberta und gleichzeitig die Mountain Time Zone. Wir stellen die Uhr eine Stunde zurück und sind in British Columbia (Pacific Time Zone).
Wir nähern uns nach 255 km Dawson Creek. Hier halten wir am Info Centre und machen die obligatorischen Fotos an Meilenstein "0". Hier beginnt der weltberühmte Alaska Highway, der nach 1.422 Meilen (2.290 Km) in Delta Junction endet. Heute ist er keine Wildnisstraße mehr, sondern eine Straße durch die Wildnis. Dabei geht er 940 km durch British Columbia, 1.030 km durch den Yukon und 320 km durch Alaska.
Die Bombardierung von Pearl Harbor im Dezember 1941 veranlasste die Amerikaner innerhalb kürzester Zeit (Bauzeit März 42 - November 42) diese Landverbindung nach Alaska zu schaffen. Die Trasse inklusive 133 Brücken, 8.000 Abwasserkanäle, ananeinder-gereiht mehr als 57 Meilen, sorgten für Kosten in Höhe von US$ 140 Millionen.
Heute ist der Highway fast ausschließlich geteert und bietet ein unvergessliches Ereignis mit landschaftlicher Schönheit und Vielfalt.
Auf dem Mile "0" RV Park bleiben wir heute Nacht.
28.07.
Schon um 07:30 Uhr starten wir heute. Schier endlos lang zieht sich Band des Alaska Hwy. vor uns her. Dann überqueren wir den Peace River, der eine Herausforderung an die damaligen Brückenbauer stellte. Der Ort gegenüber ist Taylor und 20 km danach sehen wir die vielen Bohrtürme von Fort St.John, die sich auch "Energie-Haupstadt" von Canada nennt. Ebenso wird sie aufgrund der vielen Bohrtüme auch "Hauptstadt der neuen Totempfähle" genannt. Nun wird die Fahrt noch einsamer. Farmland, etwas Prärie, dann tauchen wir in die endlosen Wälder des Nordens ein. Die erste kleine Siedlung ist Wonowon., was nichts anderes als "Hunderteins - eins-null-eins" bedeutet. Es sind genau 101 Meilen von Dawson Creek (Mile "0") bis hierhin. So einfach konnte damals Namensgebung sein. Etwa 150 Menschen leben hier.
Schließlich erreichen wir nach 454 km Fort Nelson gegen 16:00 Uhr. Auf dem Westend Campground schließen wir unsere Fahrzeuge an und gehen in das kleine Museum mit seinen Exponaten vom Bau des Alaska Hwy. Nach der langen Fahrt heute ist jeder um 20:00 Uhr in seinem Wohnmobil verschwunden. Außerdem wollen wir morgen schon früh starten.

Camper94 ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2006 19:13
#2 RE: Canada - Alaska - Reise Teil 1 antworten

Hallo Canadafan,

danke für deine Reiseberichte. Es ist sehr interessant über Länder zu lesen, die man noch nicht selbst bereist hat.

Viele Grüße von Camper94
unterwegs mit T4 und Tabbert Comtesse

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